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Tag des offenen Denkmals

Motto: "Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege"

12.09.2021

In diesem Jahr findet unter dem Motto „Schein und Sein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ der Tag des offenen Denkmals hier in Wismar wieder statt.

Jeder der Freude, Interesse und Lust daran findet sich auf eine historische Spurensuche zu begeben ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Neben den Museen und Kirchen der Stadt werden abgeschlossene Sanierungsprojekte und private Denkmäler erneut für einen Tag geöffnet und vorgestellt.

Den Auftakt bildet dabei die Fritz-Reuter-Schule (Dahlmannstraße 14), wo der lokale Tag des offenen Denkmals in Wismar um 10.00 Uhr eröffnet wird.

Gleich im Anschluss folgen Führungen, die das historische Gebäude sowie den neu entstandenen Hortanbau aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Nutzer, Planer und Denkmalpfleger vorstellen. Als ursprüngliche „Mädchenbürgerschule an der Dahlmannstraße“ wurde das Gebäude 1891 unter Anleitung des Architekten Gustav Dehn erbaut. Dehn prägte als Architekt das Wismarer Stadtbild bis in unsere heutige Zeit. Öffentliche Bauten wie das 1887 errichtete Zollgebäude am Alten Hafen oder die Große Stadtschule lassen sich auf sein Wirken zurückführen. Mit dem Abschluss der mehrjährigen Sanierungsarbeiten wurde pünktlich zum Schuljahresbeginn nicht nur das historische Gebäude mit seinen bauzeitliches Spuren wiederhergestellt, sondern auch ein an das Baudenkmal anschließender Hortneubau mit Sporthalle errichtet.

In der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr können im gesamten historischen Stadtgebiet sowie an ausgewählten Standorten außerhalb der Altstadt Denkmäler besichtigt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage zum Tag des offenen Denkmals (www.tag-des-offenen-denkmals.de). Alle Denkmäler werden, soweit nicht anders angegeben, kostenfrei zugänglich sein. Einzige Voraussetzung ist das Einhalten der am Tag geltenden Corona Schutzmaßahmen. 

Lokales Programm zum Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag den 12.09.2021 lädt ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals ein. Unter dem Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ kann aus einem bunten Angebot an Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen gewählt werden, um Denkmäler aus neuen Blickwinkeln und unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Jeder der Interesse und Freunde an Denkmalen, Geschichte und Kultur hat ist eingeladen, sich aus den folgenden Veranstaltungen sein eigenes Tagesprogramm zu erstellen.

Fritz-Reuter-Schule, Dahlmannstraße 14

Öffnungszeit: 10:00 – 16:00 Uhr

10:00 – 10:15 Uhr

Eröffnung des Tages des offenen Denkmals in Wismar

10:30 – 11:15 Uhr Führungen 1 – 3

11:15 – 12:00 Uhr Führungen 1 – 3

12:00 – 14:00 Uhr
Besichtigung unter Betreuung der Perspektive (Einlass in Gruppen)

14:00 – 14:45 Uhr Führungen 1 – 3

14:45 – 15:30 Uhr Führungen 1 – 3

Führung 1: Baudenkmal Fritz-Reuter-Schule: Denkmalpflegerische und Restauratorische Besonderheiten
Führung 2: Moderner Schulbetrieb in einem historischen Schulgebäude
Führung 3: Zwischen Alt- und Neubau: Architektur und Planung des Schulkomplexes

Die Sanierung der 1891 erbauten "Mädchenbürgerschule an der Dahlmannstraße" (heute Fritz-Reuter-Schule) wurde in diesem Jahr abgeschlossen. Das ursprüngliche Gebäude stammt von dem Architekten Gustav Dehn. Sowohl in der Raumteilung als auch in der Gestaltung der architektonischen Ausschmückungen, lassen sich noch viele bauzeitliche Spuren am heutigen Backsteinbau erkennen. Neben der Sanierung des Altbaus wurde ein anschließender Hortneubau mit Sporthalle errichtet wodurch ein moderner Schulbetrieb in dem historischen Baudenkmal ermöglicht wird.
Der Tag des offenen Denkmals bietet erstmals die Möglichkeit den neuen Schulkomplex zu besichtigen. Architekten, Denkmalpfleger, Bauherren und Erzieher führen durch das Gebäude und gehen dabei auf die Besonderheiten, Herausforderungen und Lösungen ihrer jeweiligen Fachbereiche ein. Alle Führungen werden mehrmals am Vormittag und am Nachmittag angeboten, sodass die Teilnahme an mehreren unterschiedlichen Führungen möglich ist.

Stadtgeschichtliches Museum Wismar Schabbell, Schweinsbrücke 6/8


Öffnungszeit: 10:00 – 18:00 Uhr

ganztägig: freier Eintritt

11:00 – 12:30 Uhr
Führung 1: Außen Hui und innen?
Führung 2: Schein und Sein zwischen Tisch und Stuhl

14:00 – 15:30 Uhr
Führung 1: Außen Hui und innen?
Führung 2: Schein und Sein zwischen Tisch und Stuhl


Aufgrund der begrenzten Platzkapazität wird um eine vorherige Reservierung gebeten.
Anmeldung Führung: 03841 2522870
Am Tag des offenen Denkmals lädt das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar zu Führungen in den Häusern des Heinrich Schabbell ein. "Außen Hui und innen?" beleuchtet den Denkmalkomplex von seiner baulichen Seite. Die Museumsleiterin Corinna Schubert führt durch die Häuser, schaut in dunkle Ecken und berichtet über besondere Details.
"Schein und Sein zwischen Tisch und Stuhl", das ist das Motto der Führung des Historikers Maximilian Marotz. Was stand wohl auf den Tischen und in den Schränken der Schabbels? Ein Streifzug durch die Welt des Hausrats.
Das heutige Museum verbindet die beiden Bauten Schweinsbrücke 6, einem Vorderhaus mit original verzimmertem Dachstuhl von 1364 und einem massiven Kemladen von 1595 sowie das Gebäude Schweinsbrücke 8, welches 1569-71 als Wohn- und Brauhaus für den Kaufmann und späteren Bürgermeister Hinrich Schabbel erbaut wurde. Es handelt sich um eines der frühesten profanen Renaissancegebäude im Ostseeraum und wurde 2017 nach umfangreicher Sanierung und Restaurierung als Museum Schabbell neu eröffnet. Die beiden aufwendig sanierten Häuser sind vom Gewölbekeller bis zum Dachstuhl aus dem 14. Jh. erlebbar.

Friedhof der Hansestadt Wismar, Wiesenweg 69b


Öffnungszeit: 14:00 – 16:30 Uhr

14:00 – 14:20 Uhr:
Feierliche Eröffnung des „Tag des offenen Friedhofs“

14:30 – 15:00 Uhr: Vortrag zum Gartendenkmal Friedhof

15:00 – 16:00 Uhr: Führung zum Gartendenkmal Friedhof mit Besichtigung Mausoleum Martens

16:00 – 17:00 Uhr: Führung zu den Wismarer Persönlichkeiten


Treffpunkt für alle Veranstaltungen ist das Friedhofsverwaltungsgebäude

Zusammen mit dem „Tag des offen Denkmals“ findet in Wismar der „Tag des offenen Friedhofes“ statt. Der Friedhof wurde 1831 an der Schweriner Chaussee kirchlich geweiht. Es entstand eine Anlage im englischen Gartenstil. Aufgrund seiner erhöhten Lage auf dem vormaligen Galgenberg bestanden und bestehen Sichtbeziehungen in die Stadt und in die umgebende Landschaft. In den Folgejahren erfuhr der Friedhof bis 1940 vier Erweiterungen, die ihn auf eine Fläche von ca. 23 ha anwachsen ließen. Die einzelnen Epochen sind noch heute in Architektur und Friedhofsstruktur deutlich ablesbar.

Welt-Erbe-Haus, Lübsche Straße 23

Öffnungszeit: 09:00 – 17:00 Uhr

ganztägig: Freier Eintritt in das Gebäude und die Ausstellung

Ein Komplex aus zwei sanierte Giebelhäuser mit Kemladen mit bauhistorischen Befunden aus sieben Jahrhunderten und somit eines der ältesten Profanbauten Wismars. Die Ausstellung zum Thema UNESCO-Welterbe der Altstädte Wismar und Stralsund kann kostenfrei besucht werden. Highlight ist das Tapetenzimmer mit der französischen Panorama-Bild-Tapete die den Titel trägt: Die Reise des Telemach auf die Insel der Göttin Calypso, hergestellt 1823 in Paris. Auch sehenswert ist der angrenzende Hof mit Garten.



St.-Georgen-Kirche, St.-Georgen-Kirchhof 1a

Öffnungszeit: 09:00 – 17:00 Uhr

Aktuelle Ausstellung zum Thema: Wismars verlorene Mitte: Bedeutung - Zerstörung - Mythos des sogenannten Gotischen Viertels

10:00 – 11:00 Uhr:
kostenfreie Führung zur Ausstellung von Herrn Dr. Nils Jörn

11:00 – 12:00 Uhr:
kostenfreie Führung zur Ausstellung von Herrn Dr. Nils Jörn

Als ehemaliges Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden ist die Wismarer St. Georgenkirche ein eindrucksvolles Zeugnis norddeutscher Backsteinarchitektur. Die dreischiffige mittelalterliche Basilika wurde 1594 fertiggestellt. Im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt befand sie sich in den Jahren 1990 bis 2014 im Wiederaufbau. Auf dem 36 m hohen Turm befindet sich eine mit dem Fahrstuhl erreichbare Aussichtsplattform, welche einen einmaligen Blick über die historische Altstadt bietet (Achtung: kostenpflichtig).
Derzeit kann die aktuelle Ausstellung „Wismars verlorene Mitte: Bedeutung - Zerstörung - Mythos des sogenannten Gotischen Viertels“ besucht werden. Die Folgen des Bombenangriffs vom 14. April 1945 sind in Wismar noch immer ablesbar. St. Marien als Hauptpfarrkirche der Stadt und das umliegende historisch gewachsene und städtebaulich einmalige Gesamtensemble sind verloren. Die Ausstellung lässt die Schönheit, Bedeutung und Vielfalt des sogenannten "Gotischen Viertels" rund um die Pfarrkirchen St. Marien und St. Georgen wieder auferstehen, zeigt die Zerstörungen und thematisiert den Mythos.
Die historischen Bilderschätze des Archivs der Hansestadt Wismar ermöglichen auch mehr als 75 Jahre nach Kriegsende einen tiefen Einblick in das „Gotische Viertel“ und zeigen viele verschiedene Facetten, Perspektiven und die Veränderungen über Jahrzehnte hinweg.


Ringlokschuppen, Poeler Straße 3


Öffnungszeit: 10:00 – 17:00 Uhr

11:00 – 16:00 Uhr: zu jeder vollen Stunde (bis 16:00 Uhr) finden Führungen durch den Verein „Eisenbahnfreunde Wismar e.V.“ statt

ganztägig: Informationen über die Arbeit und die Einsatzmöglichkeiten der Jugendbauhütte Wismar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Der 1889 erbaute zwölfgleisige Ringlokschuppen mit Drehscheibe diente bis in die 1990er Jahre der Unterhaltung und dem Betriebseinsatz von Dampf- und Diesellokomotiven. Im Jahr 2009 wurde der denkmalgeschützte Lokschuppen durch die Hansestadt Wismar saniert. Heute werden dort historische Eisenbahnfahrzeuge restauriert und präsentiert, insbesondere aus der Produktion der einstigen Triebwagen- und Waggonfabrik Wismar AG.
Die Wismarer Jugendbauhütte nutzt den Tag des offenen Denkmals als Plattform um sich selbst und ihre Arbeit praktisch und inhaltlich vorzustellen. Vor allem junge Menschen sollten daher die Gelegenheit nutzen, sich hier über den Bundesfreiwilligendienst und das freiwillige soziale Jahr in der Denkmalmalpflege zu informieren.


Spätmittelalterliches Giebelhaus, Scheuerstraße 15/15a

Öffnungszeit: 10:00 – 14:00 Uhr

freie Besichtigung der großen Diele

Die Scheuerstraße 15/15a sind zwei spätmittelalterliche Giebelhäuser, die bauzeitlich eigenständig und später zusammenhängend genutzt wurden. Die in ihrer Länge vollständig erhaltene historische Parzelle des Grundstücks reicht mit ihren großen begrünten Hofbereich bis an den St.-Nikolai-Kirchof und endet dort mit einer Mauer und einem Einfahrtstor. Im Erdgeschoss der Scheuerstraße 15 ist, wie nur noch in wenigen Wismarer Dielenhäusern vorhanden, die hohe Diele mit 5,00 m Geschosshöhe und Lastenaufzug erhalten. Im Gebäude werden Informationsmaterialien zum Gebäude bereitgestellt. Der Eingang erfolgt über die Scheuerstraße 15, der Ausgang am St.-Nikolai-Kirchhof.


Ehemaliges Werkstatt- und Sozialgebäude, Stockholmer Straße 16

Öffnungszeit: 10:00 – 16:00 Uhr

11:00 – 12:00 Uhr: Führung zum Thema „Von der Idee zum Geschäftsmodell?“ Wie arbeiten Startups im InnovationsPort!

14:00 – 15:00 Uhr: Führung zum Thema „Ein Haus am Hafen erzählt von gestern und heute.“ Tradition und Digitaler Wandel unter einem Dach

Begleitende Ausstellung: Der Wismarer Hafen, wie er einmal aussah. l Zeitzeugenberichte! l Die Digitalen Innovationszentren stellen sich vor! 

Bei dem Bauwerk handelt es sich um einen Funktionsbau des ehemaligen VEB Kombinates für Getreidewirtschaft Rostock, Betrieb I Wismar. Hier waren Werkstatträume, Materiallager, Verwaltungsräume, Umkleide- und Sozialräume, eine Küche und ein Kulturraum, der gleichzeitig als Kantine für die Mitarbeiter des Werkes diente, untergebracht. Das 1967 errichtete Gebäude diente als funktionelle Ergänzung der in früheren Jahren errichteten Silogebäude. Am Tag des offenen Denkmals stellt der InnovationPort seine Räumlichkeiten vor.
Der InnovationPort ist ein Hafen für Menschen mit innovativen Ideen und für Fragestellungen rund um die digitale Transformation. Er ist eines der sechs digitalen Innovationszentren in Mecklenburg-Vorpommern des „Digitalen MV“. Die Angebote richten sich an digitale und innovative Gründungsinteressierte, Unternehmen, die den Austausch im digitalen Strategiewandel suchen sowie alle diejenigen, welche die Co-Working Szene bewusst nutzen möchten, um aus dem klassischen Workflow auszubrechen.


Hallenhaus im Büdner- und Fischerdorf Hoben, Hoben 12

Öffnungszeit: 10:00 – 14:00 Uhr
Führungen in Gruppen zu maximal 10 Personen
Informationen zu den Themen: Sanierung mit alten Baustoffen, Hallenhäuser, Denkmalbereich Hoben, Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V.


Zu besichtigen ist das älteste erhaltene Hallenhaus im Büdner- und Fischerdorf Hoben, welches durch die erste Denkmalbereichsverordnung Mecklenburgs geschützt wird. Von 2011 bis 2013 wurde die Büdnerei behutsam saniert und dient heute als Wohnhaus. Die alte Bausubstanz und die historischen Baustoffen stehen im Wechselspiel mit der schlichten modernen Architektur des neuen Innenausbaus. Das Jahrhunderte alte Konzept des Zweiständerhauses ist durch seine Modulbauweise und bewiesene Nachhaltigkeit immer noch zeitgemäß.