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08.06.2017

Sportentwicklungsplanung findet regen Zuspruch

25% der Bürgerinnen und Bürger beantworten Fragebogen zum Sportverhalten


Die Sportentwicklungsplanung der Hansestadt Wismar stößt bei den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt auf großes Interesse. Bei der im Mai 2017 durchgeführten repräsentativen Bürgerbefragung haben sich 1.516 Bürgerinnen und Bürger beteiligt, dies entspricht einer sehr guten Rücklaufquote von rund 25%: „Wir freuen uns über die rege Teilnahme und ich möchte mich dafür herzlich bedanken. So können wir für die weitere Planung auf eine bessere Datenbasis als je zuvor zurückgreifen und die Sportanlagen besser auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zuschneiden“,  so Wismars Bürgermeister Thomas Beyer.

Anfang Mai hatten 6.000 per Zufallsstichprobe ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt einen Fragebogen erhalten. Darin wurden sie gebeten, Angaben zu ihrem Sportverhalten zu machen, z. B. zu ihren beliebtesten Sportarten, zu den genutzten Sporträumen sowie allgemein zu ihren Sport- und Bewegungsbedürfnissen. Ziel der Sportentwicklungsplanung ist es, Menschen aller Altersgruppen zu einer aktiveren Lebensgestaltung zu bewegen und durch eine bedarfsorientierte Planung tragfähige Grundlagen für vielfältige sportliche Betätigungen in Wismar zu schaffen. Der Sportentwicklungsplan dient hierfür als Steuerungsinstrument und Entscheidungsgrundlage für sportpolitische Entwicklungen der nächsten 10 bis 12 Jahre.

Die gesammelten Daten werden anonym und streng vertraulich nur für den genannten Zweck erhoben und verwendet.

Auch Prof. Dr. Jürgen Rode vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam betont, dass eine effektive Planung die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach ausgeübten Sportformen und den verschiedenen Anbietern sowie Sporträumen, die von den Bürgerinnen und Bürgern in Wismar für Sport und auch für Bewegung genutzt werden."

Ziel der Sportentwicklungsplanung ist es darüber hinaus, möglichst alle sport- und bewegungsrelevanten Institutionen ebenfalls in den Prozess zu integrieren. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf die Wismarer Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten. Ein Großteil der Schulen und Kitas hat sich bereits beteiligt. „Bei den Schulen haben wir mit 100% Rücklauf sogar eine Vollerhebung erreicht. Dies ist außergewöhnlich und auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung zurückzuführen. Auch bei den Kitas konnten wir mit 79% Beteiligung eine Top-Quote erzielen“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Michael Barsuhn. „Luft nach oben gibt es hingegen noch bei den Sportvereinen. Bislang haben 15 von 38 Sportvereinen den Fragebogen beantwortet. Wir rufen nun auch die übrigen Sportvereine der Hansestadt Wismar auf, sich an der Vereinsbefragung zu beteiligen. Diese Beteiligungschance besteht noch bis Ende Juni 2017.“ Den Link für die Onlinebefragung erhalten die Sportvereine beim KreisSportBund NWM.

Erste Auswertungen der empirischen Erhebungen werden im September 2017 präsentiert. Anschließend folgt eine kooperative Planungsphase im Herbst 2017. Im Rahmen öffentlicher Workshops werden die wissenschaftlichen Ergebnisse den Experten aus der Fachverwaltung, den Vertreterinnen und Vertretern der Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt.

Quelle: Abt. Sport