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20.06.2017

Präsentation des Mecklenburgischen Klosterbuches

Am Montag, dem 26. Juni 2017, 19.00 Uhr, laden die Hansestadt , die Herausgeber und der Hinstorff Verlag Rostock zur Vorstellung des Mecklenburgischen Klosterbuches ins Zeughaus, Ulmenstraße 15, ein.

Ende des Jahres 2016 ist das „Mecklenburgische Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11. – 16. Jahrhundert)“ erschienen. Herausgeber dieses zweibändigen Standardwerks sind Prof. Dr. Wolfgang Huschner (Leipzig), Prof. Dr. Ernst Münch (Rostock), Dr. Cornelia Neustadt (Leipzig) sowie Prof. Dr. Wolfgang Eric Wagner (Münster/Rostock). Das Klosterbuch wurde seither auf Veranstaltungen in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg und im Rahmen der Leipziger Buchmesse einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Die UNESCO-Welterbe-Stadt Wismar als einer der zentralen mecklenburgischen Klosterstandorte im Mittelalter ist der letzte und hierfür besonders prädestinierte Präsentationsort.

Das Mecklenburgische Klosterbuch ist ein umfassendes wissenschaftliches Handbuch und zugleich eine Zeitreise der spannenden Art: Die Klöster und Stifte Mecklenburgs waren über viele Jahrhunderte religiöse, wirtschaftliche und soziale Zentren der Region; von ihnen gingen prägende kulturelle Einflüsse aus, die noch heute ihre Auswirkungen haben.

Durch die 43 Beiträge über Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien wird die Struktur der mecklenburgischen Klosterlandschaft sowie deren Verzahnung mit anderen Regionen dargestellt. Zusätzlich durch einen separaten Katalog werden jene fast 30 auswärtigen Klöster, Stifte und Kommenden bekannt gemacht, die mittel- oder langfristig über Besitzungen oder Niederlassungen in Mecklenburg verfügten. Das Mecklenburgische Klosterbuch ist ein neues Standardwerk zur mecklenburgischen Geschichte. Es ist von lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung und richtet sich an historisch interessierte Leser wie auch an die wissenschaftliche Welt.

Zum Aufbau und Anliegen des Klosterbuches wird Prof. Dr. Wolfgang Huschner sprechen, der zudem als Autor unter andrem an den Beiträgen über die Wismarer Franziskaner und die Deutschordensritter von Klein Krankow beteiligt war.

 

Bezogen auf Wismar und die nähere und weitere Umgebung der Stadt finden sich im Klosterbuch substantielle Beiträge über das Franziskanerkloster Wismar und ein franziskanisches Eremitorium in Kluß, über das Wismarer Dominikanerkloster sowie die Wismarer Niederlassung der Antoniter von Tempzin. Die Ritter des Deutschen Ordens, die in Klein Krankow ansässig waren, hatten einen Stadthof in Wismar. Auch das Zisterzienserkloster Doberan und das Benediktinerkloster Cismar in Schleswig-Holstein hatten Stadthöfe in Wismar.

Nur zwei mecklenburgische Hansestädte waren im Mittelalter groß und reich genug, um zwei Bettelordensklöster in ihren Mauern zu beherbergen, Rostock und Wismar. Mehr als eine geistliche Einrichtung gab es ansonsten nur in Schwerin (Domstift und Franziskanerkloster) und Güstrow (Kollegiatstift und Franziskanerkloster).

Zu den Ausgrabungen im Wismarer Franziskanerkloster – dem Grauen Kloster - wird Dr. Heiko Schäfer vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege sprechen und zur Baugeschichte des Wismarer Dominikanerklosters – dem Schwarzen Kloster - der Bauhistoriker Dr. Tilo Schöfbeck. Beide haben für das nun hier präsentierte Mecklenburgische Klosterbuch die entsprechenden Kapitel bearbeitet.

Der Eintritt ist frei.

 

Quelle: Amt für Welterbe, Tourismus und Kultur